Erdflöhe an Kohlpflanzen, Radis und Rettichen


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Psylliodes

© DLR



Anbauempfehlungen


 

Abwehr

Kulturführung


Art:
Schädlinge

Allgemeine Bedeutung:
An Jungpflanzen, Radieschen, Rettich, Kohl, Rucola, Kapuzinerkresse, Kartoffel, Tomate

Schadbild:
Die ersten jungen Blätter erscheinen siebartig durchlöchert. Vor allem bei trocken-warmer Frühjahrswitterung kann es zu erheblichen Schäden kommen, so dass die jungen Pflänzchen sich nicht weiterentwickeln. Bei genauerem Hinschauen erkennt man auf Blättern und Boden sehr kleine (1,5 – 3 mm)schwarze oder gelbgestreifte Käfer , die auffällig gut springen können.

Biologie:
Diese Erdflöhe (Psylliodes) sind verschiedene Blattkäferarten, die alle eine hohe Sprungkraft haben. Die Käfer überwintern im Boden oder Laub und schädigen im Frühjahr die Keimlinge. Sie befallen im Frühjahr alle Gemüsearten aus der Familie der Kohlgewächse, an denen sie den typischen Lochfraß verursachen. Ebenfalls befallen werden Radieschen, Rettich, Rucola, und Kapuzinerkresse. Auch an Unkräutern, die mit den Kohlarten verwandt sind (z.B. Hirtentäschel, Hederich, Acker-Hellerkraut) kann man den gleichen Fraßschaden beobachten. Ältere Pflanzen werden kaum noch geschädigt, da die Tiere nur die bodennahen Blätter befallen.Erdflöhe treten vor allem bei trockenem, warmen Wetter ab 20 °C auf. Sie legen ihre Eier im Boden ab. Die Larven und die zweite Käfergeneration richten keine größeren Schäden an. Ebenso wenig wie Kartoffelerdflöhe, die vergleichbare Löcher in die Blätter von Kartoffel, Tomate und anderen Nachtschattengewächse fressen (nur optischer Schaden).

Bekämpfung:
Grundsätzlich ist für eine zügige Entwicklung zu sorgen, damit die Pflanzen schnell dem anfälligen Keimlings- und Jungpflanzenstadium entwachsen.
Z.Z.stehen keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.
Empfehlung:
  • Frühes Säen und Pflanzen in feuchtes, lockeres Saatbeet.
  • Vlies oder Insektenschutznetz (0,8 mm Maschenweite) über dem Beet anbringen und an den Seiten gut eingraben.
  • Regelmäßig hacken und beregnen, ( Erdflöhe mögen keine feuchte und raue Erdoberfläche)
  • Boden mit Mulch bedeckt halten.
  • Algenkalk oder Gesteinsmehl über die Pflanzen stäuben.
Bei starkem Befall sollte auf den Sommeranbau von Rucola verzichtet werden
http://www.pflanzenschutz-hausgarten.de

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Psylliodes

© DLR



Anbauempfehlungen


 

Abwehr

Kulturführung


Art:
Schädlinge

Allgemeine Bedeutung:
An Jungpflanzen, Radieschen, Rettich, Kohl, Rucola, Kapuzinerkresse, Kartoffel, Tomate

Schadbild:
Die ersten jungen Blätter erscheinen siebartig durchlöchert. Vor allem bei trocken-warmer Frühjahrswitterung kann es zu erheblichen Schäden kommen, so dass die jungen Pflänzchen sich nicht weiterentwickeln. Bei genauerem Hinschauen erkennt man auf Blättern und Boden sehr kleine (1,5 – 3 mm)schwarze oder gelbgestreifte Käfer , die auffällig gut springen können.

Biologie:
Diese Erdflöhe (Psylliodes) sind verschiedene Blattkäferarten, die alle eine hohe Sprungkraft haben. Die Käfer überwintern im Boden oder Laub und schädigen im Frühjahr die Keimlinge. Sie befallen im Frühjahr alle Gemüsearten aus der Familie der Kohlgewächse, an denen sie den typischen Lochfraß verursachen. Ebenfalls befallen werden Radieschen, Rettich, Rucola, und Kapuzinerkresse. Auch an Unkräutern, die mit den Kohlarten verwandt sind (z.B. Hirtentäschel, Hederich, Acker-Hellerkraut) kann man den gleichen Fraßschaden beobachten. Ältere Pflanzen werden kaum noch geschädigt, da die Tiere nur die bodennahen Blätter befallen.Erdflöhe treten vor allem bei trockenem, warmen Wetter ab 20 °C auf. Sie legen ihre Eier im Boden ab. Die Larven und die zweite Käfergeneration richten keine größeren Schäden an. Ebenso wenig wie Kartoffelerdflöhe, die vergleichbare Löcher in die Blätter von Kartoffel, Tomate und anderen Nachtschattengewächse fressen (nur optischer Schaden).

Bekämpfung:
Grundsätzlich ist für eine zügige Entwicklung zu sorgen, damit die Pflanzen schnell dem anfälligen Keimlings- und Jungpflanzenstadium entwachsen.
Z.Z.stehen keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.
Empfehlung:
  • Frühes Säen und Pflanzen in feuchtes, lockeres Saatbeet.
  • Vlies oder Insektenschutznetz (0,8 mm Maschenweite) über dem Beet anbringen und an den Seiten gut eingraben.
  • Regelmäßig hacken und beregnen, ( Erdflöhe mögen keine feuchte und raue Erdoberfläche)
  • Boden mit Mulch bedeckt halten.
  • Algenkalk oder Gesteinsmehl über die Pflanzen stäuben.
Bei starkem Befall sollte auf den Sommeranbau von Rucola verzichtet werden
http://www.pflanzenschutz-hausgarten.de

Beratung:
Gartenakademie






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