Schäden durch Sonnenbrand

Sobald -wenn auch nur kurzzeitlich- hochsommerliche Temperaturen auftreten, kommen Anfragen von besorgten Gartenbesitzern, die eine „neue Krankheit“ in Ihrem Garten beobachtet haben. Dabei ist kein Schädling oder Schaderreger zu erkennen, an den Früchten und Fruchtgemüsen wie z.B. Tomaten bilden sich meist kreisrunde braune oder weiße Flecken. Einzelne Blätter "schlappen" ganz oder teilweise und verfärben sich "wie überbrüht". Die ersten Symptome treten ganz plötzlich und innerhalb von 2-3 Tagen auf. Was ist die Ursache?

Betrachtet man das Wetter an den den Schadsymptomen vorrausgehenden Tagen, so wird einiges klar: Hochsommerliche Temperaturen über mehrere Tage, womöglich noch mit plötzlichen Temperaturanstieg. Bei solch heißen Wetter "sticht" die Sonne richtig. Und das hat Folgen für viele empfindliche Früchte aber auch Blätter: starke Sonnenbrandschäden . Das ist also die rätselhafte „neue Krankheit“!

Starke Sonnenbrandschäden bei Äpfeln


© DLR


... und Himbeeren


© DLR


Was tun?

Je nach Stärke des Schadens sind nur die obersten Schichten geschädigt oder sogar das Fruchtfleisch. Bei den späteren Obstarten können diese Gewebeschäden dann bei ungünstiger Witterung in Fäulnis übergehen. Trotzdem kann man diese Früchte natürlich verwerten, in dem man die geschädigten Partien ausschneidet.
Auch auf Blättern oder Nadeln kann man Sonnenbrand feststellen. Auch Nadelgehölze können davon betroffen sein: Die oben befindlichen Nadeln und Astteile die nicht durch andere Äste beschattet werden, werden bleich bzw. verbräunen, alle anderen Nadeln weisen keine Veränderungen auf. Auch hier ist die Sonne der Verursacher. Oft ist es auf eine Kombination von Regen (oder Beregnung!) und darauf folgendem strahlendem Sonnenschein zurück zu führen. Durch die noch nicht abgetrocknet Nadeln und Blätter entsteht ein Brennglaseffekt.
Eine Verbesserung des Schadbildes z.B. durch Düngung oder Pflanzenschutzmaßnahmen ist nicht zu erreichen.





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