Jetzt ist Pflanzzeit für Stauden-April der Staudenmonat

Es ist Pflanzzeit für Stauden, Farne und staudige Gräser. Nach dem Winter kann man jetzt im Garten loslegen und mit der Staudenpflanzung beginnen. Zuerst entfernt man abgestorbene Stauden, die der Frost vernichtet hat. Die im Herbst blühenden Stauden kann man jetzt im Frühjahr pflanzen, wie Fackellilien oder Anemonen zum Beispiel. Auch die Indianernessel (Monarda), Margeriten und die hohen Staudenastern überleben besser bei der Pflanzung im Frühjahr. Einfach , weil ihr Wurzelsystem nur flach unter dem Boden verläuft und bei Frost und Nässe im Herbst oder Winter absterben würde. Auch die Färberkamille und die Katzenminze, sowie die Lupine lieben das Winterwetter nicht und ebenfalls die Farne und die Staudengräser. Bei den Schwertlilien wartet man noch bis zum Sommer, da ihr idealer Pflanzzeitpunkt nach Beendigung ihrer Blütezeit liegt. Auch im Sommer blühende Zwiebelpflanzen und Knollengewächse können jetzt in die Erde. Oft hat man über den Winter Hyazinthen, Tulpen und Narzissen in Töpfen geschenkt bekommen, auch die sollte man auch ins Beet pflanzen. Verblühte Blüten der Knollen- und Zwiebelgewächse werden entfernt, da sie der Zwiebel zuviel Energie entziehen. Dort können sie im nächsten Jahr wieder neu blühen. Große Stauden sind die neuen Maxistauden, die richtig groß sind und gleich viel her machen. Sie sind teurer, aber hier sieht man gleich die beeindruckende Wuchskraft mancher Stauden und man braucht nicht lange auf die Blüten zu warten.
Farne, wie Hirschzunge, Wurmfarn oder Schildfarn beleben den Garten mit ihren unterschiedlichen Wedelformen und besiedeln schattige Flecken, wo sonst nur wenig wachsen würde. Alte Blätter von Farnen und Ziergräsern schneidet man ab. Bei den bereits im Herbst gepflanzten Stauden entfernt man das Deckmaterial, wie Zweige und Blätter, damit es nicht zu einem Grauschimmelbefall kommt. Bei empfindlichen Stauden, wie beim Tränenden Herz oder bei Lilien kann man es noch drauf lassen, da noch Nachtfrostgefahr herrscht. Beim Bodenlockern darf man die darunter liegenden Blumenzwiebeln nicht beschädigen. Dürre Staudengräser schneidet man ab. Die grünen Gräser, wie Blauschwingel und Bärenfellgras kämmt man vorsichtig aus. Vor der eigentlichen Staudenpflanzung ist es sinnvoll Wurzelunkräuter manuell zu entfernen, besonders tiefwurzelnde Wildkräuter, wie Giersch, Winde, Löwenzahn oder Sauerampfer werden ganz ausgegraben. Sie lassen sich jetzt auch gut aus dem noch feuchten Boden ziehen, damit die Stauden nicht verdrängt werden.
Manche Stauden kann man an Ort und Stelle durch eine Teilung mit einem Messer oder dem Spaten vermehren. So zum Beispiel funktioniert das beim Rittersporn oder beim Chinesischen Riesenschilf.
Staudengräser lockern übrigens eine bestehende Staudenpflanzung auf. Es eignen sich der Bärenfellschwingel, der langsam wächst, aber auch größere Flächen, wie mit einem Fell überzieht oder das Sibirische Zottenrauhgras, das in Blöcken gepflanzt, sowohl im Schatten als auch in der Sonne zur Geltung kommt. Große Gräser sind der Chinaschilf oder die Rutenhirse.
Schöne Blattstauden sind auch die Funkien ( Hosta-Arten), die man jetzt viel kaufen kann. Sie wirken durch ihre Blattfülle und brauchen wenig Pflege.

Auswahl Sommer- und Herbstblühender Stauden
Deutscher NameBotanischer Name
EdeldistelEryngium planum
Fetthenne Sedum telephium
Funkie Hosta sieboldiana
Islandmohn Papaver nudicaule
Nachtkerze Oenothera tetragona
Rittersporn Delphinium pacificum
Sonnenbraut Helenium Cultivars
Viele Stauden werden im Topf angeboten. Sie kann man jetzt problemlos pflanzen. Man topft sie aus und nimmt den Topfballen in Augenschein. Fehlt es an frischen, weißen oder gelben Wurzeln kann es sein, dass die Pflanze den Winter nicht überlebt hat. Vor der eigentlichen Pflanzung ist der Ballen zu wässern.


Die Schwertlilien sollte man später im Jahr pflanzen, wegen ihrer Kälteempfindlichkeit





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