Staudengarten im August

Mit starken Hitzeschüben kann in diesem Monat gerechnet werden und sie kann manche Stauden in Mitleidenschaft ziehen. Daher ist es wichtig einzelne für Trockenheit anfällige Stauden zu kontrollieren und regelmäßig bei Bedarf zu wässern. Besonders die Stauden, die in Kübeln stehen, trocknen jetzt sehr schnell aus und müssen ständig überprüft werden. Ratsam ist auch das Tauchen der Kübel, wenn man das Gefühl hat, dass sie zu trocken stehen. Eine Ausnahme sind die Fettpflanzen, wie die Sedum- Arten, wie der Mauerpfeffer oder Sempervivum, die natürlich wenig Wasser brauchen. Andererseits kommt es im August oft zu spontanen Regenfällen, die die Untersetzer mit Wasser füllen. Dieses Wasser muss aus den Untersetzern unbedingt entfernt werden, sonst entwickelt sich Staunässe. Gut dagegen ist eine Kies- und Schotterabdeckung zwischen den Stauden. Sie speichert das vorhandene Bodenwasser und sieht auch interessant aus. Sie wirken wie ein Mulchmaterial, vergleichbar mit Rindenmulch. Arbeitet man den Kies und Schotter in den Boden ein, verarmt man künstlich den Boden und lässt ihn karg werden. Das lieben manche Staudenarten, wie Schafgarbe und der Rainfarn. Auch Yucca, Kugeldisteln, Perlpfötchen und Nepeta in Sorten eignen sich für solch einen Schottergarten, natürlich auch die Sedum-Arten.

Astern werden jetzt verstärkt angeboten. Die meisten Astern sind typische Stauden für sonnige Beete. Sie lieben nährstoffreichen und humushaltigen Boden. Je nach Wuchshöhe kann man die Astern im Hintergrund oder im mittleren Bereich des Gartenbeetes pflanzen. Man pflanzt sie in kleinen Gruppen. Dort wirken sie optisch. Kenner empfehlen die Astern alle drei Jahre herauszunehmen und zu teilen. Dann hat man sie verjüngt und sie wachsen kompakter. Es gibt auch kalk liebende Astern, wie die Alpenaster( Aster alpinus). In trockenen Böden wächst die Weiße Waldaster(Aster divaricatus). Gute Partnerstauden für Astern sind Alpenveilchen, Sonnenhut, die einjährige Sonnenblume und das Sonnenauge. Auch Heidepflanzen lassen sich mit Astern kombinieren. Sehr schön sieht auch die Kombination mit Bergenien, Gräsern, silberblättrigen Stauden und Sedum aus, besonders im Hinblick auf den Herbst. Für den Pflanzenbedarf an Astern rechnet man bei Bergastern sieben Pflanzen pro m², bei Kissenastern neun Pflanzen, bei Glattblattastern etwa fünf Pflanzen.

Asternarten
Botanischer NameDeutscher NameBlütenfarbe
Aster alpinus Alpenasterblau, rosa, weiß
Aster divaricatusWeiße Waldaster weiß
Aster novi-belgii Glattblattasterrosa, rot, purpur
Aster amellus Sommeraster blau, rosa ,violett
Gepflegte Stauden halten länger und daher kann man jetzt die blühenden Beetstauden noch mit einer Flüssigdüngung stärken. Auch Dahlien und Knollenbegonien wachsen besser durch Düngergaben. Ein zeitiger Rückschnitt bei Mädchenauge, Spornblume, Kokardenblume und bei den Sommermargeriten regen diese Stauden dazu an nochmals zu blühen. Man spricht fachlich bei diesem Phänomen vom Remontieren. Auch bei anderen Beetstauden, beim Sonnenauge, der Sonnenbraut und bei der Skabiose kann man jetzt zurückschneiden. Auch die niedrigen Stauden werden mit einer Heckenschere zurückgeschnitten. Dazu gehören Stauden, wie der Ehrenpreis, der Günsel, das Steinkraut, die Federnelke oder die klein bleibenden Sedum- Arten.
Die Gunnera, das Mammutblatt wächst sehr stark und braucht im Winter einen Schutz

Manche Stauden, wie der Islandmohn, die Kokardenblume, das Hornveilchen oder der Polsterphlox zählen zu den kurzlebigen Stauden. Sie gehen schon nach zwei bis drei Jahren ein, wenn man sie nicht jetzt in diesem Monat umpflanzt. So können sie sich nochmals regenerieren und halten viele Jahre.
Heranwachsende Zweijahresblumen können noch gesetzt werden. Auch erst
im Frühjahr blühende Knollen, Zwiebeln, sowie die Herbstastern und auch die Herbstchrysanthemen kann man jetzt pflanzen. Weitere Stauden, wie Pfingstrosen, Kaiserkronen, Märzbecher, Steppenkerzen, Junkerlilie und Madonnenlilien kann man ebenfalls pflanzen. Auch Christrosen wurzeln schnell ein, wenn man sie im August pflanzt. Am Fuß von Sträuchern wachsen sie am besten. Vorher gibt man zur Bodenverbesserung bei allen Staudenpflanzungen etwas organischen Dünger, wie Hornspäne mit in das Pflanzloch. Manche Stauden, wie Rittersporn oder die Jungfer im Grünen haben schon Samenstände, die man jetzt abernten kann. Man trocknet sie und kann sie dann im nächsten Jahr aussäen. Abgeblühte Blütenköpfe und Samenstände sind ansonsten regelmäßig zu entfernen. Man hat dann die Chance, dass die Staude nochmals blüht.

Schottergarten Stauden
Deutscher Name Botanischer Name
SchafgarbeAchillea filipendula
PerlpfötchenAnaphalis margaritecea
KugeldistelEchinops ritro
Palmlilie Yucca filamentosa
Katzenminze Nepeta in Sorten






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