"Sitkalaus", Grüne Fichtenröhrenlaus


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Elatobium abietinum

© DLR

Art:
Schädling

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Ab Mai werden die älteren Nadeln gelb- oder braunfleckig. Später sterben diese befallenen Nadeln ab und fallen Ende Mai/Anfang Juni zu Boden. Der Schaden beginnt im inneren Bereich des Baumes und breitet sich nach oben aus. Bei starkem Befall bleiben häufig nur die im Mai gebildeten neuen Nadeln am Baum, die dann nicht mehr von Sitkafichtenläusen befallen werden.

Biologie:
Die Sitkafichtenlaus, Sitkalaus oder auch Fichtenröhrenlaus genannt, gehört zur großen Gruppe der Blattläuse. Sie schädigt ausschließlich einige Fichtenarten, von denen in erster Linie die Blaufichte, auch Blau- oder Edeltanne genannt, befallen wird. Kiefern und Tannen werden von diesem Schädling nicht aufgesucht. Die grünen Tiere sind 1,5 bis 2,0 mm groß, also mit einer schwach vergrößernden Lupe gut zu erkennen.

Bekämpfung:
Die Bekämpfung muss erfolgen bevor es zu sichtbaren Schäden an den Nadeln kommt. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Nadeln schon gelb werden oder abfallen, sind Pflanzenschutzspritzungen sinnlos, da der Schaden schon entstanden ist und die neugebildeten Nadeln nicht von Sitkafichtenläusen besiedelt werden.

Um sich schon rechtzeitig ein Bild über möglichen Sitkafichtenlausbefall machen zu können, bedient man sich der sog. Klopfprobe. Dazu hält man ein helles Stück Papier oder Karton (DIN A 4) unter einen Ast im unteren Baumbereich und klopft kräftig über den darüberliegenden Ast. Eine Bekämpfung ist dann empfehlenswert, wenn nach dem Abklopfen mehr als sechs Sitkafichtenläuse auf dem Blatt Papier zu zählen sind. Die Klopfprobe sollte an verschiedenen Ästen wiederholt werden.

Bei milder Winterwitterung ist schon ab Dezember mit dieser Kontrollmethode zu beginnen, spätestens jedoch mit Ende der Dauerfröste im Spätwinter.

Zur Bekämpfung können Rapsöl-Präparate eingesetzt werden, allerdings sterben die Läuse nur ab, wenn sie direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Daher ist auf gute Benetzung des gesamten Baumes zu achten. Aus technischen Gründen ist die Bekämpfung an großen Bäumen für den Hobbygärtner meist nicht mehr möglich!
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Beratung:
Gartenakademie

Bilder:


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