Blutlaus


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Eriosoma lanigerum
© DLR

Art:
Schädling

Allgemeine Bedeutung:
Kernobst, z.T. schwierig zu bekämpfen

Schadbild:
Schaden weniger an Blättern, vielmehr an Trieben und v.a. Wunden, d.h. Stellen mit intensiver Kambiumtätigkeit, Wucherungen infolge Speichelabgabe, schwammiges Gewebe und aufplatzende Rinde, Blutlauskrebs

Biologie:
Aktiv ab Frühjahr, wobei Weibchen mehr als 100 Larven zeugen können, Kolonienbildung, im September Eiablage, wobei es vorher nicht zu einer geschlechtlichen Phase kommt

Überwinterung als Nymphe in Rinde, aktiv ab Ende März mit Kolonienbildung, welche durch wattige Wachsausscheidungen bedeckt sind, 10-12 Generationen entstehen während dem Sommer, geflügelte Läuse erscheinen im Juli und besiedeln weitere Bäume, im Herbst Eiablage, Larven schlüpfen und überwintern zusammen mit weiblichen Tieren

Bekämpfung:
Weniger empfindliche Sorten pflanzen (Apfel). Mechanische Entfernung: abbürsten bzw. Rückschnitt stärkerer Befallsstellen, Keine zu Stickstoffbetonte Düngung. Förderung von Nützlingsförderung: Die etwa 1 mm große Zehrwespe (Aphelinus mali). parasitiert die Blutlaus, indem sie ihre Eier in die Laus ablegt, sich hier entwickelt, verpuppt, und als erwachsene Zehrwespe den toten Lauskörper verlässt ; die Überwinterung der Zehrwespe erfolgt in den mumifizierten Hüllen der Blutlaus. Parasitierte Läuse erkennt man an der schwarzen Farbe sowie dem Schlupfloch



Beratung:
Gartenakademie

Bilder:




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