Bohnenfliege (Wurzelfliege, Bohnensaatfliege)


Wissenschaftl. Bezeichnung:
Phorbia platura

© DLR


Art:
Schädlinge

Allgemeine Bedeutung:
Neben Bohnen und Spargel (Delia platura) können auch Erbsen, Salat, Spinat, Zwiebeln und Gurken befallen werden.

Schadbild:
In den Bohnensamen sind Löcher zu erkennen, die von den Maden gebohrt wurden, sodass diese zum Teil nicht auflaufen können. Auch sind Fraßspuren an den Blättern von Keimlingen zu sehen. Wurzelhals und Vegetationspunkte sind ebenfalls angefressen.
Bei kühlem Wetter sind die Schäden besonders hoch, da die Aussaaten dann nicht schnell genug wachsen und oft im Wachstum in der ersten Phase steckenbleiben. Bei gutem Wetter können die Keimlinge sich schnell und gut entfalten, sie stecken die Fraßstellen besser weg.
Spargelstangen sind mit verbräunten, kleinen Fraßstellen versehen, die Spargelstangen sind leicht verbogen nach der Seite mit übermäßig vielen Fraßstellen. In den Gängen befinden sich Maden.

Biologie:
Die Fliege ist grau, 4-6 mm groß und sieht einer Stubenfliege ähnlich.
Die Maden sind 4-5 mm lang und weißlich.

In den Monaten April und Mai legen die Weibchen jeweils 40-80 Eier an Keimlinge und Bohnensamen ab. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Larven und fressen an den Keimlingen. Etwa zwei Wochen später verpuppen sich die Larven im Boden, wieder zwei Wochen später schlüpfen die ersten Tönnchenpuppen der folgenden Generation. Pro Jahr werden 3-4 Generationen gebildet, wobei die erste die gefährlichste ist.

Bekämpfung:
Spinat und Kartoffeln (Wirtspflanzen) als Vorkultur vermeiden!
Nicht auf frisch gemisteten Beeten aussäen! (Mist lockt die fliegen an!)
Einsatz von Gemüsenetzen direkt nach der Aussaat.
Pflanzenschutzmittel:
http://www.pflanzenschutz-hausgarten.de





Beratung:
Gartenakademie

Bilder:



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